pr Anzeige



pr Meist gelesen

Home » Bildung-und-Karriere RSS Bildung-und-Karriere

Wir brauchen den begabungsgerechten Unterricht

VON THOMAS HOFER meist gelesen

Thesen zum Weiterdenken und Forderungen an die Schule

"Es darf nicht alles zur Routine werden" – diese Forderung muss als eine umfassende Erwartung an jeden einzelnen Pädagogen im Hinblick auf die Arbeit mit klugen, begabten und hochbegabten Schülern verstanden werden.

Immer wieder geistig neu zu fordern, das Interessen bei den begabten Schülern zu wecken, sie zum Einsatz ihres Intelligenzpotentials zu aktivieren, sie "bei der Sache zu halten" durch anspruchsvolle Aufgabenstellungen und über diesen Weg durch hohes geistiges Forderungsniveau aufzuschließen – dahinter verbirgt sich ein wesentlicher Teil derObjekt-Subjekt-Dialektik in der Arbeit mit Begabten und Hochbegabten im Unterricht.

Dabei wissen Lehrer, dass didaktisch-methodische Grundmodelle im Prinzip "stehen".

Aber gerade deshalb muss das eine oder andere im Unterricht so modifiziert werden, dass es den Zuschnitt für das Bedingungsgefüge eines begabten und hochbegabten Schülers erhält.

Wenn hier nicht aufgepasst wird, kommt es sehr leicht zur stereotypen Unterrichtsführung, die bei den Begabten und Hochbegabten zu Desinteresse und Unlust am Aneignungs- oder Erkenntnisprozess führt.

Es ist in der Fachliteratur zur Begabung und Hochbegabung schon über die daraus resultierende Frustration und auch über das unter Umständen daraus entstehende brisante soziale Spannungsfeld geschrieben worden, so dass ich hier darauf nicht näher eingehen möchte.

Ich verweise vielmehr in diesem Zusammenhang auf unsere Internet-Präsenz

 www.genius-hochbegabung.de , Unterseite Hochbegabung, wo wir uns auch dazu äußern.

Deshalb muss der Lehrer ein ständig Suchender sein, das heißt eine höhere Zielorientierung, ein höheres Niveau der Problemstellungen, lebensnahere Fakten und inhaltsreichere Beispiele für den begabten Schüler zu schaffen.

Die Dynamik der globalen Prozesse unserer Gegenwart reflektiert sich nämlich für den Lehrer auf besonders fordernde Weise.

Die Hauptforderung ist dabei die nach einem schülergerechten Unterricht, bezogen auf meine Betrachtung der Begabten und Hochbegabten im Lernprozess, auf einen begabungsgerechten Unterricht für die davon betroffene "Schülerklientel".

Unsere sehr klugen Schüler, das belegen meine vielfältigen Beobachtungen, wollen stets einen hohen Grad persönlich-schöpferischer Gedanken in den Unterricht einbringen und haben von daher diese ganz besondere, eben adäquate Erwartungshaltung an den Lehrer.

Dem kann der Unterricht nur dann entsprechen, wenn der Lehrer durch eine zielgerichtete Aufbereitung des Lehrstoffes im Sinne des differenzierten Unterrichts, dieser Erwartungshaltung gerecht zu werden versucht.

Das heißt nicht etwa eine "Knüllerschau" für die Fordernden, die Begabten zu veranstalten, sondern Knotenpunkte des Erkenntnisprozesses durch bewusste geistig-emotionale Stimulanzien aufzubereiten, also zweckorientiert auf folgende Hauptfrage hinzuarbeiten:

Was dient dem Erkenntnisprozess unserer begabten und hochbegabten Schüler am besten und an welcher Stelle des Unterrichts und mit welcher Tiefe aktiviere ich ihreDenkprozesse?

Das Hauptkriterium muss sein:

Was kommt für den begabten und hochbegabten Schüler dabei heraus, für den Zuwachs in seinem Wissen und Können, für seine sozialpsychologische Entwicklung, schlicht, für die Förderung seiner Begabungen und damit für seine Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsentwicklung.

Ist das alles schwer zu realisieren? – Ja und nein!

Natürlich handelt es sich hierbei um eine sehr komplexe Angelegenheit, weil schließlich solche Fragen tangiert werden, wie:

- Was kann der Lehrer kraft seiner Ausbildung überhaupt dafür tun?

- Welchen Rückgriff hat er auf welches didaktisch-methodische und organisatorische Material?

- Verfügt er überhaupt über entsprechende Wissenskriterien zur Erkennung von Begabung und Hochbegabung?

In einem Teil 2 werde ich in absehbarer Zeit hierzu weitere Darlegungen machen.

Jetzt erst einmal freue ich mich auf Meinungen und Standpunkte, auf mögliche Widersprüche und ganz persönliche Erfahrungen.

Der Dialog ist eröffnet. Danke, wenn Sie teilnehmen möchten.

Oberstudienrat Dipl.paed. Thomas Hofer

Gründer des Europäischen Netzwerkes zur Hochbegabung "AlphaGenius"

Mitglied im "Arbeitskreis Begabungsforschung und Begabungsförderung e.V."

 www.genius-hochbegabung.de

 www.ratgeber-hochbegabung.eu


Anzeige
Autor:
[T/H]


Homepage:

www.genius-hochbegabung.de

Homepage RSS-Feed:

RSS www.genius-hochbegabung.de RSS-Feed-Link


Artikel vom 10.04.2012


Eine Werbemitteilung veröffentlichen Druckversion Vorige Meldung | Nächste Meldung


Information:

pr Suchen


pr Aktuelle News



pr News dieser Kategorie



pr Anzeige

Onlinestreams.de
Das eigene Internetradio über Onlinestreams.de - Info hier...