pr Anzeige




pr Meist gelesen

Home » Computer-und-Software RSS Computer-und-Software

Schutz externer Festplatten - Ratschläge zur Prävention vor Datenverlust

VON M. ESCHENBERG meist gelesen

Externe Festplatten eignen sich für eine Vielfalt an unterschiedlichsten Einsatzzwecke jedoch sorgen diese auch für eine Vielzahl von Gefahrenquellen hinsichtlich einer möglichen unbeabsichtigten Beschädigung der Festplatte. Die Datenambulanz der KUERT Datenrettung Deutschland GmbH gibt Tips wie sich die gängisten Risiken für externe Festplatten einfach und kostengünstig minimieren lassen.

1. Standortauswahl

Hitze und warme Umgebungstemperaturen sind nicht gerade zuträglich für die Lebensdauer einer Festplatte. Insofern sollte man dafür Sorge tragen, dass bei der Standortauswahl zum Betrieb der externen Festplatte direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermieden wird. Auch herunterhängende Kabelverbindungen von USB-Kabel und Netzteil sollte man möglichst vermeiden, um ein versehentliches herunterreisen der Festplatte zu unterbinden. Hierzu eignen sich Kabelbinder oder Klettverbinder um eine strukturierte und auch optisch ansprechendere Kabelführung zu gewährleisten.

2. Festplatten hochkant zu betreiben ist keine wirklich pfiffige Idee.

Eine Festplatte hochkant auf einem Schreibtisch zu betreiben ist nicht wirklich sinnvoll, denn hier reicht schon ein versehentliches Umkippen der externen Festplatte um eine ernsthafte Beschädigung der Magnetscheiben in Verbindung mit einem Headcrash der Festplatte auszulösen. In solchen Fällen ist der Weiterbetrieb einer solchen Festplatte mit enormen Risiken verbunden die bis zu einem kompletten Datenverlust führen können, bei dem dann auch kein Labor zur  Datenrettung und Datenwiederherstellung mehr weiterhelfen kann.

3. Fixierung der Festplatte um zu vermeiden das diese vom Tisch fallen kann

Die preiswerteste, pfiffigste und wohl auch effizienteste Möglichkeit eine externe Festplatte davor zu schützen, dass diese versehentlich vom Tisch fällt ist ein beidseitiger kleiner Klebestreifen, handelsüblich auch als "PowerStrip" bekannt. Üblicherweise reicht ein einziger Klebestreifen hierbei aus um die Platte so stark zu fixieren, dass auch wenn jemand im Vorbeigehen am USB-Kabel oder dem Netzkabel der Festplatte hängen bleiben sollte eher die Kabel aus den jeweiligen Buchsen rutschen, als das die Festplatte vom Tisch zu Boden fällt. Durch ein vorsichtiges Ablösen der PowerStrips lassen sich diese auch wieder rückstandslos von Oberflächen entfernen.

4. Alles eine Frage der Datenorganisation

Wer sich entschließt fünf Minuten Zeit in die Erstellung eines persönlichen Backup-Konzepts zu investieren, der sollte zunächst einmal damit beginnen seine Daten zu strukturieren.

- Welche Daten sind wichtig, bzw. im Verlustfalle unersetzlich?

- Welche Daten sind im Falle eines Datenverlusts ersetzbar?

Sind alle Daten unersetzlich, dann eignet sich natürlich ein Vollbackup sämtlicher Dateninhalte. In den seltensten Fällen ist diese Lösung jedoch wirklich notwendig, da in der Regel nur einige wenige wichtige Ordner zu sichern sind. Je nach Datenvolumen kann man dann entscheiden, ob man seine Daten in der Cloud, auf einer weiteren externen Festplatte oder auf einem mobilen Datenspeicher wie einem USB-Stick sichern möchte. Eine empfehlenswerte Software, zur Automatisierung von Synchronisationsaufgaben ist die Freeware "PureSync".

5. Regelmäßige Defragmentierung der Festplatte mit Bordmitteln, kostenloser Freeware oder kommerziellen Programmen

Defragmentierungen von Festplatten lassen sich auf unterschiedlichste Art und Weise durchführen und nicht immer sind die Bordmittel des Betriebssystems dabei immer die optimale Lösung. Interessante Alternative finden sich auch hier wieder einmal im Freeware-Bereich, z.B. die kostenlose Defragmentierungs-Software "Defraggler" oder als kommerzielles Programm. Ein Beispiel hierfür wäre "Disktrix Ultimate Defrag". Die Software verfügt über eine Vielzahl an unterschiedlichen Optionen um zusammenhängende Dateifragmente bestmöglich oder individuell auf der Festplatte zu organisieren.

6. Monitoring von S.M.A.R.T - Fehlermeldungen

Festplatten verfügen über eine S.M.A.R.T - Funktion. S.M.A.R.T steht hierbei für "Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology" und erlaubt es bestimmte Parameter der Festplatte zu überwachen und zu analysieren sowie automatische Benachrichtigungen bei Grenzwertüberschreitungen zu generieren.

Mittels SMART lassen sich eine Vielzahl an Parametern einer Festplatte überwachen, zu den wichtigsten zählen unter anderem:

Zugriffsfehler

Hardwarefehler

Durchsatz an Daten

Spin-up Zeit des Festplattenmotors

Start- und Stopzeiten

Verbrauch- und Belegungsparameter von Reserve-Sektoren

Anzahl der Parkvorgänge der Schreib-/Leseeinheit der Festplatte

Laufleistung in Std. und Festplatten-Temperatur

Es gibt zahlreiche Programme mit denen sich die SMART - Daten der Festplatte auslesen und analysieren lassen. Zu den bekannteren zählt die Freeware "HDD Health" die auch über eine Benachrichtigungsoption verfügt.

7. Elektrische Spannungsspitzen und Schäden an Festplatten durch Überspannung

Spannungsspitzen und Überspannungsschäden an Festplatten treten häufiger auf, als man zunächst einmal annehmen darf. Oftmals sind schwere Gewitter und Blitzeinschläge hierfür Grund, aber auch im Stromnetz selbst können, unabhängig von der Wetterlage, Spannungsschwankungen auftreten. Die Festplatten-Elektronik besteht aus zwei signifikanten Teilen, der Inneren und der Äußeren Elektronik. Bei einer Beschädigung der Festplatte durch elektrische Überspannung sind in der Regel eine oder beide Komponenten durch einen Defekt betroffen. Einen Basisschutz vor Spannungsspitzen bieten Steckdosenleisten mit Überspannungs-/ bzw. Blitzschutz.

8. Betrieb von mehreren externen Festplatten - Farbliche Kodierung von Netzteilsteckern der Festplatte

Um Risiko eine versehentlichen vertauschens von Stromversorgungsanschlüssen zu minimieren bietet sich die eine farbliche Kodierung der Anschlußstecker an. Realisieren kann man dies durch kleine Aufkleber die in unterschiedlichen Farben als Set angeboten werden und die für wenige Cent im gut sortierten Bürofachhandel erhältlich sind. Hierbei kennzeichnet man dann sowohl den Netzteilanschluß, als auch das passende Stromanschlußkabel für jede externe Festplatte in einer separaten Farbe.

9. Frühjahrsputz

Höhere Betriebstemperaturen, insbesondere bei älteren noch aktiv gekühlten Festplatten, haben einen negativen Einfluß auf die durchschnittliche Lebensdauer der Festplatte. Von daher empfiehlt es sich, bei einer regelmäßigen Reinigung des PCs oder Notebooks auch die externe Festplatte einer näheren Prüfung zu unterziehen.

10. Verschlüsselte Daten sollten immer regelmäßig dupliziert werden

Oft genug sorgen Datenverschlüsselungen dafür, dass die Daten von beschädigten externen Festplatten nicht wieder hergestellt werden können. Hintergrund ist die Art und Weise, wie Daten durch die jeweiligen Verschlüsselungsprogramme auf der Festplatte organisiert werden. Oftmals setzen Datenverschlüsselungen im Rahmen der Datenrettung eine hundertprozentige Wiederherstellung aller relevanten Sektoren voraus und oft genug kann dies nicht realisiert werden, weil zum Beispiel Oberflächenbeschädigungen der Magnetscheiben eine hundertprozentige Datenrekonstruktion schlichtweg unmöglich machen. Somit ist selbst bei einer 99% Rettung aller Sektoren die Datenwiederherstellung der verschlüsselten Dateien trotzdem nicht durchführbar. Ein durchaus gängies Szenario was vor allem für die Freeware TrueCrypt gilt, die sich großer Beliebtheit erfreut. Von daher gilt: Wer Daten verschlüsselt, der sollte diese auch regelmäßig duplizieren. Wer wichtig verschlüsselte Daten lediglich auf einem Speichermedium vorhält, der handelt fahrlässig.

"Es ist wesentlich kostengünstiger und leichter, Daten in regelmäßigen Abständen zu sichern, als diese aufwändig wiederherstellen lassen zu müssen. Insbesondere im Internet findet sich eine Vielzahl praktischer Tools für die Backup- und Datenorganisation die einem sehr viel Arbeit abnehmen können und auch anspruchsvollere Backup-Aufgaben weitestgehendst eigenständig zu automatisieren. Es liegt jedoch immer auch am jeweiligen Anwender, ob dieser gewillt ist etwas Zeit in die Struktur und die Einrichtung von Backup-Software zu investieren. Allein der Glaube in die Technik schützt hierbei nicht vor Datenverlust, denn überall dort wo Strom fließt da kann auch jederzeit etwas kaputt gehen." so Martin Eschenberg, Leiter Marketing bei  KUERT Datenrettung .


Anzeige
Autor:
[M/E]


Homepage:

www.kuert-datenrettung.de

Homepage RSS-Feed:

RSS www.kuert-datenrettung.de RSS-Feed-Link


Artikel vom 19.02.2013


Eine Werbemitteilung veröffentlichen Druckversion Vorige Meldung | Nächste Meldung


Information:

pr Suchen


pr Aktuelle News



pr News dieser Kategorie



pr Anzeige

Onlinestreams.de
Das eigene Internetradio über Onlinestreams.de - Info hier...