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Dumme Schüler gibt es nicht: Ein Coaching lehrt "Schulversager", Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen

VON RAPHAEL MANKAU meist gelesen

Die moderne Hirnforschung hat längst bewiesen, dass Erwartungsdruck das Gehirn selbst bei einfachsten Leistungen blockieren kann. Außerdem hängt menschliches Lernen in hohem Maße von der individuellen Bedeutung für den Lernenden, der Relevanz, ab, sodass ein fehlender Zugang jenes fast unmöglich macht. Diplom-Pädagoge und Ratgeber-Autor Andreas Winter nutzt u. a. diese Erkenntnisse für seine erfolgreiche Coaching-Methode, die er in seinem neuen Band aus der Psychocoach-Reihe mit dem Titel "Zu viel Erziehung schadet!" vorstellt.

In einem Beispiel schildert er den Fall eines 14-jährigen Schülers mit katastrophalen Leistungsdefiziten. Ein Beratungsgespräch enthüllt, dass dieser einerseits vom Unterrichtsstoff überfordert ist, andererseits seine Freizeit mit komplizierten Geschicklichkeitsspielen verbringt. Mithilfe einer tiefenpsychologischen Analyse und der Arbeit mit bildhaften Vorstellungen erhält der Schüler nun das Angebot, diese zweifellos vorhandene Energie auf schulische Belange zu übertragen, indem deren Vorteile für das eigene Leben reflektiert werden. Noch wichtiger sei es laut Winter jedoch, das verlorene Verantwortungsgefühl zu regenerieren. Wenn der Schüler selbst für seine Misserfolge geradesteht und nicht seine Eltern, fördert dies die intrinsische Motivation.

Dieses und andere Beispiele aus der langjährigen Beratungspraxis des Autors zeigen, dass ein Schüler wieder leistungsbereit und aufnahmefähig werden kann, wenn ihm der Erwartungsdruck genommen und das Verantwortungsbewusstsein zurückgegeben wird. Im Hintergrund steht dabei seine bekannte These, dass menschliches Bestreben die möglichst widerstandsfreie Entfaltung der eigenen Absicht sei. Dies kann auch durch schlechte Noten erreicht werden, wenn diese der Erwartung entsprechen, während ungerechtfertigte Benotung als Machtlosigkeit wahrgenommen wird. Disziplindruck kann sogar eine Überbeanspruchung bestimmter Hirnregionen verursachen, die mitunter krankmachende Folgen hat. Die Lehren daraus lauten, den Kindern den nötigen Freiraum zum Lernen zu lassen, kein Geschrei um besonders gute oder schlechte Noten zu machen und Interesse für das, was sie in der Schule lernen, zu zeigen – und schon entdecken die Kinder wieder einen Sinn in dieser Einrichtung.

Ziel des Buches und des Coachings ist es, stressfrei zu begleiten und zu fördern, ohne die Schüler durch Kritik und Kontrolle einem Wertesystem zu unterwerfen, das sich für diese noch gar nicht bewährt hat. Gewohnt provokant weist Winter darauf hin, dass die Bildung des Nachwuchses eines der mächtigsten Industriestaaten der Erde möglichst nicht von Glückstreffern schlecht ausgebildeter und psychologisch allein gelassener Lehrer abhängen, sondern präzises Expertengeschäft sein sollte. Damit empfiehlt sich der neue Band aus der Psychocoach-Reihe bereits jetzt als "Pflichtlektüre" für angehende Pädagogen.

Andreas Winter: Der Psychocoach 8: Zu viel Erziehung schadet! Wie Sie Ihre Kinder stressfrei begleiten / Mit Starthilfe-CD; Mankau Verlag, 1. Aufl. 26. November 2010, 14,95 Euro, 212 S., ISBN 978-3-938396-36-0.

Link-Empfehlungen:

*  Informationen und Leseprobe zum Buch "Zu viel Erziehung schadet!"

*  Interview "Zu viel Erziehung schadet!" mit Andreas Winter

*  Mehr zum Autor Andreas Winter


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Autor:
[R/M]


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Artikel vom 08.12.2010


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