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Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt

VON NORBERT PROF. DR. KNOLL VON DORNHOFF meist gelesen

Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt Wie Kleine und Mittelgroße Unternehmen (KMU) auf die Krise vorbereiten werden können

International anerkannte Ökonomen, Finanzanalyten und sogar viele konservative Banker sind sich weitestgehend einig: Schon heute 2011 sind die Voraussetzungen für die nächste globale Finanzkrise mit Sicherheit gegeben. Der "Crash kommt", schrieb der Deutsche Finanzguru Max Otte bereits 2008, und er scheint recht zu haben,s es sei denn, dass Führungspersönlichkeiten aus Politik und Finanwirtschaft in den USA, in Europa und in den aufstrebenden Märkten (Brasilien, Rußland, Indien, China, die sogenannten BRIC Staaten) fundamentale wirtschaftliche Fragen beantworen können. Derzeit gibt es dafür freilich wenig ermutigende Anzeichen.

Kommt der Crash erst 2015?

Auf dem Währungssektor sind allethalben bereits Gefechte ausgebrochen, freilich in Form subtilen Schatten-Boxens. Spekulationsbedingte Inflationierung der Öl- und Nahrungsmittelpreise, die in erster Linie Entwicklungsländer treffen und dort wieder die Aermsten, die sich schon jetzt nicht genug Nahrung leisten können. Anders als die letzte Krise wird die nächste nicht plötzlich alles auf einmal in die Luft sprengen, sondern sie wird langsam und quälend sein. Die Blasen werden diesmals nicht in den USA platzen, eher schon in China und in den anderen BRIC Staaten.

Nach Meinung kreativer Analysten der Internationalen Beratungsfirma Oliver Wyman kommt der nächste Crash erst 2015. (nach Meinung des Autors dieses Artikels schon früher). Das nächste mal, sagen die Analysten, werden die "Fat-Cat- Financiers" in Singapore oder Hong Kong sein, verscheucht aus New York und London aufgrund stregerer Vorschriften über Rücklagen und ermutigten Kontolleuren. Die Blase wird sich auf neuen Märkten entwickeln mit Geld aus den Industriestaaten und dem Versprechen auf eine endlose Aufwärtsspirale der Rohstoffpreise, mit welchen man unnötige Bauwerke und hirnrissige Investitionen finanzieren kann.

Kann sein, dass es die Sommermonate sind, die notorisch für Marktturbulenzen sorgen, zumal die großen Tiere dieser Welt Ferien machen. Vor vier Jahren schnappte das Haifischmaul der Finanzkrise zu. Es bekann alles mit der Investmentbank BNP Paribas, die zwei Fonds schloss, die derSubprime-Krise (Krise am US-Hypothekenmarkt) am 9. August 2007 ausgesetzt waren. Vier Jahre später und nach zahlreichen Rettungsaktionen scheint die Weltwirtschaft abermals im Regen zustehen. Die Börsen in aller Welt verlieren wieder viele Milliarden Dollar in einem der dramatischesten Kursstürze seit 2008. Die Aktienkurse fielen in Brasilien, Tokyo, New York, London, Mexiko und in ganz Europa. Mehr als 10% wurden vom FTSE London Index weggefegt – im Wert von 270 Milliarden Britischer Pfund in nur einer Woche und GBP 144 Milliarden gingen allein an einem (schwarzen) Freitag verloren. Der Index schloss mit minus 600 Punkten bei 5240 auf dem Niveau am Jahresanfang. In New York stürzte der Dow Jones um 5,3 Prozent zum Wochenende.

Europa spielt mit dem Feuer

Zauberstäbe auf den Finanzmärkten gibt es nicht. Die Zeit mag zwar Wunden heilen, die Feuer löschen kann sie aber mit Sicherheit nicht. Ohne Schuldensanierung und strengere Finanzaufsicht könnten die Kapitalmärkte in Europa bald kollabieren und würden jedenfalls die nur zögernd einsetzende Erholung der Wirtschaft jäh abwürgen. Europa spielt derzeit nicht nur mit dem Zeitfaktor, sondern buchstäblich mit dem Feuer.

Obwohl viele Finanzexperten jetzt sagen, dass die "Griechische Tragödie" mit dem finanziellen Rettungsplan des International Monetary Fund (IMF) und der Europäischen Union abgewendet werden konnte, lehrt schon der "gesunde Menschenverstand", dass die Europäischen Leiden nicht mit mehr Papiergeld Injektionen geheilt werden können. Das Problem wurde lediglich um eine Trillion Dollar teurer. Das Rückzugsgefecht von der wirtschaftlichen Krisenschlacht erfordert einfach sehr harte Arbeit, keine störenden Eingriffe der Regierungen, das B remsen sinnloser Augaben und eine moderne Mittelstandes- und Wachstumspolitik. Stattdessen sollten die Regierungen soziale Pfründen beschneiden, welche die Menschen animieren, Arbeit zu scheuen. Gleichzeitig aber sollten die mittelständischen Betriebe (KMU) drastisch entsteuert werden, um so Unternehmer und Investoren zu motivieren, hart zu arbeiten, Risiko zu übernehmen und Arbeitskräfte zu beschäftigen.

Ernst zu nehmende Wirtschaftsprognosen fühender Ökonomen datieren schon seit einigen Jahren den Beginn einer tsunamiartig hereinbrechenden Finanzkrise für die Jahre 2016-2018, welche möglicherweise schlimmer ausfallen würde als die Börsenzusammenbrüche 2000/2001, und die Kreditkrise 2008/2009. Das Jahr 2016 schein danach den Kulminationspunkt der Finanzmarktentwicklung und der wirtschaftlichen Eskalation darzustellen und den Wendepunkt zu einem gigantischen Umkehrschub frühestens 2016 und spätestens 2018, am wahrscheinlichsten aber ab 2017 einzuleiten. (Details dazu gerne über Anfrage beim Autor).

Unternehmerischer Fleiß muss sich wieder lohnen

Das Thema Finanzierung von KMU is heute wieder ganz oben auf der Tagesordnung, da die kleineren Betriebe in den Nachwehen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise eine sehr schwierige finanzielle Umwelt vorfinden (z.B. Basel III, Sparmaßnahmen der Regierungen, Kreditrestriktionen der Banken etc.).

Eine Kombination mehrerer Faktoren hat zur Kreditkrise kleinerer Firmen beigetragen. Rezessionsbetroffene Betriebe kämpfen mit Liquiditätsproblemen wegen gestiegender Verbindlichkeiten und gesunkener Zahlungsmoral von Gläubigern. Der Zugang von KMU weltweit zu Bankkrediten hat sich aus mehreren Gründen stark verschlechtert:

1. Mit Rückgang der Geschäfte trachten die Betriebe den Grad ihrer Verschuldung zu senken;

2. Die Banken zögern Kredite zu vergeben, weil sich die Bonität der KMU verschlechtert hat;

3. Die geringere Liquidität auf den Interbank – Märkten bedeutet, dass auch die Finansinstitute ihre Kreditgeschäfte verringern müssen. Die Banken sind bestrebt, vorrangig ihre Kapitalreserven zu erhöhen, anstatt Geld an KMU auszuleihen. Dazu kommt noch, dass die Banken ihre begrenzten Liquiditätsreserven dadurch besichern wollen, indem sie lieber in weniger riskante Staatsanleihen und Schuldverschreibungen von Großbetrieben investieren.

Innovative Finanzierungsformen

Die Weltunion der KMU – WUSME World Union of Small and Medium Enterprises hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die mittelständischen Betriebe in Zukunft weit weniger von Bankfinanzierungen abhängig sein sollten. Dieses Ziel kann einerseits dadurch erreicht werden, dass die nicht entnommenen Gewinne keiner Steuer unterliegen, um so höhere betriebsinterne Reserven zu schaffen und andererseits Eigenkapitalbeteiligungen gegenüber Fremdfinanzierungen gefördert werden sollten. WUSME hat deshalb ein Internetportal eingerichtet, in dessen Rahmen mit dem sogenannten "WUSME EXCHANGE PROGRAMM" die Mitglieder Risikobeteiligungen und "Engel – Investoren" suchen können.

Ein anderer innovativer Vorschlag der WUSME ist es, in möglichst vielen Staaten nationale Fonds zur Krisenvorsorge und Entwicklung von KMU einzurichten, die mit einer "CTL – Currency Transaction Levy", z.B. 0,01% aller FOREX Transaktionen (derzeit 4 Milliarden USD pro Tag (!!) finanziert werde sollen. Die französische Bank Crédit Coopératif und die Britische FOREX Broherfirma Ethical Currency sind bereits mit gutem Besipiel vorangegangen und haben die CTL freiwillig eingeführt. Viele weitere Banken und Brokerfirmen, insbesodere in den Entwicklungsländern, sollten diesem Beispiel folgen.

Autor: Prof. Dr. Norbert W. Knoll von Dornhoff, IUE International University ofEntreprenology, Honolulu, Hawaii, USA


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Artikel vom 24.08.2011


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