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Marcel Hüppauff - Côte d'Azur

VON JOCHEN BöRGMANN meist gelesen

Marcel Hüppauff - Côte d'Azur Einzelausstellung

Weder den Freunden der Galerie ist Marcel Hüppauff ein Unbekannter noch in Krefeld, seitdem er im Dezember 2010 an der Ausstellung der "Crefelder Gesellschaft für Venezianische Malerei" teilnahm und ein enger Freund wurde.

Umso glücklicher schätzen wir uns, Sie aufs Herzlichste zu ersten Einzelausstellung von Marcel Hüppauff in der Galerie Börgmann einladen zu dürfen: Côte d'Azur! Der Künstler wird anwesend sein und wir freuen uns auf Sie!

Côte d'Azur - ein Landstrich, eine Küste, beschwingt, mondän und mediterran, gutes Wetter, gute Laune und vor allem Palmen. Ganz wie es in jenem Lied heißt: für einen Tag am Mittelmeer, gäb" ich meine Mittel her. Malend entreißt Marcel Hüppauff die Côte d'Azur mit seinen Bildern der bloßen Erinnerung und erobert sie für jede lebhafte und schöpferische Fantasie zurück: Man denke nur an die wunderbaren Rivierafotografien Edward Quinns, an Cézanne, van Gogh, Matisse, Picasso und den Stierkampf oder an Grace Kelly Hand in Hand mit Alfred Hitchcock über den Dächern von Nizza, an Brigitte Bardot halbnackt mit ein paar Playboys in St. Tropez. Torn and frayed nehmen die Rolling Stones dort "Exile on Main St" auf und im Casino von Monte Carlo sitzt Edvard Munch und spielt Nacht um Nacht. Auch zu Asger Jorn in Albisola ist es nur ein Katzensprung die Küste rauf. Jean-Luc Godard dreht, selbst wenn die Situationisten seine Filme nicht sonderlich mochten, in Toulon mit tatkräftiger Unterstützung (Dynamit!) von Nietzsche, der ebenfalls in Nizza sommerfrischt, "Pierrot le Fou". Und was Jean-Paul Belmondo und Anna Karina darin zu singen wissen über Hüft- und Schicksalslinien, ist noch immer arg hinreißend.

Was diese mäandernden Hüft- und Schicksalslinien mit der Kindheit und allerhand Vögeln zu tun haben, erklärt Hüppauff selbst: "Der rationalen Erwachsenenwelt stelle ich eine kindlich naive Welt gegenüber. Das Abstrakte mit dem Naiven kurzschließen! Es ist wahnsinnig spannend zu sehen, wie Kinder malen, bevor sie in die Bildung eintreten. Es geht mir immer darum, mich beim Malen von allem frei zu machen, was man weiß. Für einige Zeit habe ich Vogelscheuchen gemalt. Ich fand die Idee der Vogelscheuche lustig, die mehr Angst vor den Vögeln hat als die Vögel vor ihr. Das war für mich ein Sinnbild für die Malerei, die heute auch kaum noch Relevanz besitzt und eher etwas sinnlos in der Gegend rumhängt. Von der Vogelscheuche sind aktuell die Vögel geblieben. Aber auch wenn man einen Vogel erblicken mag, wird zugleich deutlich, dass er aus nichts anderem als ein paar Farbfetzen entsteht und sogleich wieder in dieser zerfällt."

Marcel Hüppauff wird 1972 in Stuttgart geboren. Von 1995-1997 studiert er Kunstgeschichte an der Hamburger Universität und ist von 1996 -2000 Mitglied der künstlerselbstorganisierten Akademie Isotrop in Hamburg, wo u.a. André Butzer, Jonathan Meese, Roberto Ohrt und Markus Selg seine Mitstreiter sind. 1997 ist er kurz offizieller Student der HfBK.

In den vergangenen Jahren hat er ausgiebig in Europa und den Vereinigten Staaten ausgestellt, u.a. bei: Contemporary Fine Arts Berlin, Daniel Buchholz Köln, Gabriele Senn Wien, Galerie Nomadenoase Hamburg, Gesellschaft für aktuelle Kunst Bremen, Gio Marconi Mailand, Guido W. Baudach Berlin, Jiri Svestka Prag, Galerie Krinzinger Wien, Kunstraum Innsbruck, Oldenburger Kunstverein, Patricia Low Gstaad, Patrick Painter Inc. Los Angeles, Polad-Hardouin Paris und der Wannieck Gallery Brno. Er lebt und arbeitet auf St. Pauli / Hamburg.

Bildinformationen:

Maase-Sele-Hojo, Öl auf Leinwand, 2011, 105 x 150 cm

Marcel Hüppauff

Die Rechte des Fotos liegen bei Galerie Börgmann und dem Künstler. Das Bild kann frei verwendet werden. Bei Nutzung bitten wir um kurze Benachrichtigung. Im Stadtkern von Krefeld befinden sich die Räume der Galerie Börgmann.

Das Domizil ist eine Stadtvilla aus dem Jahr 1889, welche detailverliebt und behutsam restauriert wurde.

Die Galerie beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst.


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Autor:
[J/B]


Homepage:

www.galerie-boergmann.com

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Artikel vom 05.03.2011


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